Betäubungsloses Schlachten -
noch immer in Deutschland erlaubt!
Trotz umfangreicher Bemühungen von Tierschützern
ermöglicht das deutsche Tierschutzgesetz immer noch, aus religiösen
Motiven Tiere ohne Betäubung zu schlachten.
Das ist ein unerträglicher Missstand. Auch die deutsche Tierärztekammer
fordert, diesen §4a,Abs. 2, Nr. 2 komplett zu streichen, denn die
von der Kammer in Auftrag gegebene Untersuchung von 70
wissenschaftlichen Arbeiten hat eindeutig ergeben, dass beim betäubungslosen
Schlachten die Tiere selbst bei optimalem Verlauf erhebliche Angst,
Leiden und Schmerzen erdulden müssen. Da die wichtigsten
Islamischen Religionsvertreter der Elektrobetäubung zustimmen,
haben einige Länder (z.B. Schweden) das betäubungslose Schlachten
verboten, was in Deutschland auch überfällig wäre.
Das betäubungslose Durchtrennen der Halsadern ist durch
Abwehrbewegungen, Verstopfen der Adern durch geronnenes Blut während
des Ausblutens und Einatmen von Blut oder Mageninhalt äußerst
fehleranfällig, was die Qualen der Tiere vergrößert und verlängert.
Doch solches Fleisch gilt oft nicht als koscher bzw. halal und wird
ungekennzeichnet in den Handel gebracht, wo es unerkannt im
Einkaufskorb eines jeden Fleischessers landen kann!
Es ist weiterhin bitter notwendig, von der Regierung ein
Ende dieses furchtbaren Tierleids zu fordern!
Karin Ulich Dez.07
Leserbrief zum Thema Schächten
Leserbrief an die Berliner Morgenpost auf Grund eines Interviews mit Imam Abu Laban vom 11.2.06 (In gekürzter Fassung abgedruckt am 19.2.06)
Mehrheitlicher Bürgerwille unseres Landes ist, dass Tiere vor vermeidbaren Leiden geschützt werden. Es ist Imam Abu Labans Privatsache, wenn er meint, kein Fleisch von Tieren essen zu dürfen, die erst nach einer wirksamen Betäubung durch Entblutung getötet wurden.
Zu Abrahams Zeiten war das Schächten mit einem scharfem Messer durch einen geübten Schlachter insbesondere bei Schafen die beste Methode, dem Tier ein schnelles Ende zu bereiten. Heute gibt es jedoch effektive Betäubungsverfahren, mit denen das Bewusstsein der Tiere wirksam ausgeschaltet wird und sie deshalb ihr Sterben nicht auch noch bewusst erleben müssen.
Das Beharren auf einer archaischen Schlachttechnologie stellt in mehrfacher Hinsicht einen Anachronismus dar:
- Auf Schlachthöfen im Libanon und anderen islamischen Staaten kommen nicht tötende Betäubungsverfahren zur Anwendung (bei Schafen und Rindern bis max. 450 kg Lebendgewicht reversibler, unblutiger Bolzenschlag mit Geräten von Schermer in Ettlingen und die Elektro-Kurzzeitbetäubung bei Rindern über 450 kg).
- Ayatollah Khamenei, der die höchste schiitische Glaubensautorität war, erlaubte 2002 diese Verfahren und wies in seiner Stellungnahme für Muslime in Deutschland darauf hin, daß im Ausland auch weniger strenge Essensregeln erlaubt seien (www.tierschutz-landwirtschaft.de, „Schlachten“).
- Bestimmt macht sich auch Imam Abu Laban modernste Technik nutzbar, um sich seine Alltagsgeschäfte zu erleichtern: Er benutzt das Telefon, hat wohl auch einen Fernseher, „pilgert“ statt zu Fuß oder auf Esels- und Kamelrücken mit einem Düsenflugzeug nach Mekka und wenn es an einem seiner Zähne etwas mehr zu bohren gibt, lässt er bestimmt auch eine Lokalanästhesie durchführen … von großen Operationen ganz zu schweigen, die er bestimmt nicht mehr so, wie es zu Mohammeds oder gar Abrahams Zeiten üblich war, ausführen lässt!
Wir sind überzeugt, dass Mohammed den Tieren "ganz im Sinne des Korans" unnötige Leiden ersparen und wirksame Betäubungsverfahren sogar vorschreiben würde, wenn er heute leben würde.
Mit freundlichem Gruß
Eckard Wendt, Vorsitzender AGfaN e.V., Stelle