Tier & Mensch e.V.

Kein Schadenersatz bei Vielfresserei
Amerikaner, die unter Fettsucht leiden, versuchen, die Fast-Food-Ketten auf Schadenersatz zu verklagen, weil sie nicht genügend über die Kalorienmengen aufgeklärt wurden, die in den „Hamburgern" stecken. Beim Rauchen hat das ja geklappt: Viele Milliarden musste die Tabakindustrie berappen. Beim Essen aber sind die Gerichte anderer Meinung: Jeder ist selbst für seine Fresserei verantwortlich.
In den USA gelten vier Millionen Menschen wegen Übergewichtigkeit als schwerkrank, 400.000 sterben jährlich an übermäßigen Portionen. Kein Wunder, dass der Jahresumsatz der Fast-Food-Industrie jährlich an die 140 Milliarden Dollar beträgt.
Auch in Deutschland hält dieser Trend beim Essen an: Immer schneller, immer bequemer, immer mehr. Die ehemalige Verbraucherministerin Künast hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dieser schädlichen Entwicklung entgegenzuwirken. Wir empfehlen ihr Buch „Die Dickmacher".
Wir sind gespannt, wie der neue Minister diese Situation einschätzt.
Quelle: Berliner Morgenpost, Okt. 2005
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