Über die EU-Tierversuchsrichtlinie stimmte das EU-Parlament am
7.Mai ab. Die Lobby der Tierexperimentatoren hat es jedoch
geschafft, dass die wenigen Verbesserungen des Entwurfs
weitgehend wieder gestrichen wurden. So konnte der Willen von mehr
als der Hälfte der EU-Parlamentarier, die das Verbot von Versuchen
an Affen forderten, nicht durchgesetzt werden. Auch die Bürger
der EU-Länder lehnen Tierfolter ab: Nach einer aktuellen Umfrage (März
2009) verlangen 84% der befragten EU-Bürger ein Verbot aller
Tierversuche, die mit schweren Schmerzen und Leiden verbunden sind.
80% der Bürger wollen, dass über Tierversuche öffentlich
informiert wird. Da Milliarden an Steuergeldern in die
Tierversuchsforschung fließen, wäre es logisch, wenn der Wille der
Mehrheit der Bürger und Parlamentarier das künftige Gesetz
diktieren würden – und nicht die Lobby der Tierversuchs-Industrie,
die weiterhin ungehindert und unkontrolliert ihr sinnloses,
grausames Treiben fortsetzten will und nun auch darf!
Karin
Ulich (Juni 2009)
Weitere
Infos: Ärzte gegen Tierversuche e.V.