Tier & Mensch e.V.

PROTEST GEGEN MASSENTIERHALTUNG

Der untenstehende Text wird als Handzettel tausendfach gedruckt und zu passenden Gelegenheiten, z.B. zur Grünen Woche 2010 in Berlin, verteilt. Jeder, der will, kann ihn kopieren und nach Belieben verwenden.

 Ernst Ulich, Tier & Mensch e.V.

Bürgerinnen und Bürger!

Wisst Ihr eigentlich, was Ihr tut, wenn Ihr zu Hause ein Steak bratet, im Restaurant ein Putenschnitzel esst, am Kiosk einen Döner verspeist? Fast alle Fleischprodukte, die angeboten werden, kommen aus tierquälerischer Massentierhaltung. Deshalb sind sie so billig, deshalb essen wir so viel Fleisch.

muss das sein?

Wir laden Schuld auf uns, ohne es zu merken oder zu bedenken. Tierfabrikanten und Politiker sagen uns nicht die Wahrheit. Wem dient denn eine Regierung, die voll auf die Erhaltung und den Ausbau der Massentierhaltung setzt und die Folgen ignoriert, sogar verschleiert? Auch die Grüne Woche zeigt kein ehrliches Bild. Die Scheußlichkeiten werden verschwiegen.

Die Wirklichkeit sieht anders aus!

MASSENTIERHALTUNG

ist Raubbau an der Natur, weil durch sie Landschaften zerstört und Urwälder unwiederbringlich vernichtet werden

ist tödlich für die Menschen in der Dritten Welt, weil unsere Nutztiere ihnen die Nahrung wegfressen

ist schädlich für die Umwelt, weil Boden und  Grundwasser durch Gülle und Gifte belastet werden

ist nachteilig für das Klima, weil die riesige Anzahl der Nutztiere die Atmosphäre mit Methangasen belastet

Ist qualvoll für die Tiere, weil diese in engen Boxen oder Käfigen dahinvegetieren müssen

ist gefährlich für unsere Gesundheit, weil wir zu übermäßigem Fleischkonsum verführt werden

ist unverantwortlich der Gesellschaft gegenüber, weil sie Brutstätte für Infektionserreger und Seuchen ist.

Was heißt das?

Raubbau an der Natur: Vor allem in Südamerika werden die Urwälder abgeholzt, um Weideflächen für Rinder und riesige Sojafelder für Viehfutter anzulegen. Alles wird in die Industriestaaten exportiert. Die Ureinwohner verarmen. 
T
ödlich für die Menschen in der Dritten Welt: Die Hälfte aller weltweit erzeugten pflanzlichen Nahrungsmittel wird an unsere Nutztiere verfüttert. Dabei geht der größte Teil der Nährenergie verloren. Weil in den Schwellenländern mehr Fleisch gegessen wird, müssen mehr Futtermittel produziert werden. Deshalb haben sich die Lebensmittelpreise vor zwei Jahren nahezu verdoppelt. Die Zahl der Hungernden nimmt erschreckend zu.
Schädlich für die Umwelt: Die ungeheuren Mengen an Gülle, oft mit Pestiziden, Antibiotika  Krankheitskeimen und Medikamenten- rückständen belastet, verseuchen Erde und Grundwasser. Damit wird auch das Waldsterben gefördert.
Nachteilig für das Klima: Jeder weiß es: Die Nutztiere, vor allem die vielen Rinder, tragen erheblich zur Verseuchung der Atmosphäre bei. 23% der schädlichen Belastung (CO2, Methan- und Lachgas) kommen aus der intensiven Landwirtschaft, vorwiegend von der Tierhaltung.
Qualvoll f
ür die Tiere: Die Massentierhaltung gibt es in Europa erst seit 60 Jahren. Vor dem Krieg wurden die Tiere, vor allem Ge- flügel, meist artgerecht gehalten. Dann kamen die Tierfabriken, in denen die Tiere immer enger zusammenpresst wurden, um mehr Profit zu erzielen. Also entwickelte man neue Züchtungen: Qualzuch- ten. Puten, Hühner, Milchkühe müssen in immer kürzeren Zeiten mehr Fleisch, mehr Milch, mehr Eier liefern, mehr "Leistung bringen" 
Gef
ährlich für unsere Gesundheit: Der übermäßig hohe Fleisch- konsum (dreimal so viel wie vor dem Krieg) verursacht besonders im Alter viele Krankheiten: Rheuma, Arteriosklerose, Krebs, Herz- und Zuckerkrankheiten. Das ist bewiesen. Denn nicht nur Zucker und Fett, sondern auch zu viel tierisches Eiweiß ist ungesund.
Unverantwortlich der Gesellschaft gegenüber: Gefährliche Infektionskrankheiten haben ihre Brutstätten in den Massentierhaltungen. Dazu gehören Salmonellen, Campylobakter und Vogelgrippe. Weltweite Transporte sorgen für schnelle Verbreitung.

Tier & Mensch e.V.
Gemeinnütziger Tierschutzverein
Geschäftsführer Ernst Ulich, Baseler Str. 24, 12205 Berlin, Tel/Fax: 030-8334638 E-Mail: tumevberlin@aol.com

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